tu 195 - Zeitschrift für Technik im Unterricht
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Produktinformationen "tu 195 - Zeitschrift für Technik im Unterricht"
50 Jahre Technikunterricht – und aktueller denn je
Im Jubiläumsheft zeigen spannende Beiträge, wie Technikunterricht kritisches Denken fördert und Zukunftsthemen aufgreift:
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Technik beurteilen lernen
Dirk Schade stellt ein Unterrichtsprojekt vor, in dem Schüler mit technischer Analyse ein Fake-Energiespargerät entlarven – ein starkes Beispiel für kritisches Urteilsvermögen im Technikunterricht. -
CO₂ einsparen – aber wie?
Claudio Caviezel, Matthias Achternbosch und Reinhard Grünwald untersuchen alternative Technologien für die Industrie – praxisnahe Impulse zur Klimaneutralität bis 2045. -
Warum schwimmen Schiffe?
Wolfgang Mackens erklärt, warum das Archimedische Prinzip nicht ausreicht – mit neuen Perspektiven für den Unterricht. -
Praxisbeispiele aus dem Schulalltag
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Bildungspartnerschaften vor Ort: Hans Wäldele zeigt, wie Kooperation mit Betrieben gelingt.
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Flughafenerkundung, Teil 2: Jörg Biber liefert Materialien, Musterlösungen und didaktische Hinweise.
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| Produkttyp: | Zeitschrift |
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Seitenzahl: 48 Seiten
Erscheinungstermin: 10.04.2025
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Täglich nutzen wir Artefakte, deren Funktionsweise uns oft nur begrenzt bekannt ist. Doch wie wichtig ist es, die Dinge, die wir verwenden, zu verstehen? Einige zweifelhafte Hersteller und Verkäufer technischer Geräte nutzen die allgemeine Unkenntnis über ihre Funktionsweise zu ihrem eigenen Vorteil aus. So propagieren die Händler von „Ecotex“ das Versprechen, mit einem kleinen elektrischen Gerät den Energieverbrauch im Haushalt drastisch senken zu können. Im Technikunterricht einer 10. Klasse haben sich meine Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Ecotex“ auseinandergesetzt und dieses Gerät mittels verschiedener Methoden analysiert. Damit konnten wir deren betrügerische Praktiken aufdecken.
Das Schwimmen von Schiffen wird gemeinhin mit dem Auftrieb erklärt: Auf jeden in eine Flüssigkeit eingetauchten Körper wirkt im Schwerefeld eine Auftriebskraft, die der Schwerkraft entgegengerichtet ist und die so groß wie das Gewicht der vom Körper verdrängten Flüssigkeitsmenge ist. Das erklärt aber nur das Schwimmverhalten eines in ruhigem Wasser schwimmenden Körpers. Wie kommt die tragende Kraft des Wassers aber zustande, wenn ein Schiff mit 14.000 Containern, gestapelt in 20 Lagen mit einem Gesamtgewicht von 16.000 Eisenbahnwaggons beladen in stürmischer See fährt?
Den Schulort unter dem Aspekt der ansässigen Industrie zu analysieren und anschließend gezielt mit Betrieben eine Bildungspartnerschaft einzugehen, kann das Schulleben sowie den Technikunterricht aus verschiedenen Perspektiven bereichern. Das wird hier an einem Beispiel dargestellt.
Die Schülerinnen und Schüler haben im ersten Teil des Beitrags wesentliche Bestandteile, Arbeitsbereiche und regionale Einflussgrößen kennengelernt. Davon ausgehend wurden einige größere Prozessabläufe ausgewiesen und benannt. Wie sie genauer erkundet werden können, wird in Teil zwei beschrieben.
Architektur ist mehr als bloßes Bauen – sie verknüpft anthropologische Grundlagen mit phänomenologischen Raumkonzepten und didaktischer Relation. Dieser Beitrag bietet einen knappen Einblick in die Raumkonzeptionen von Martin Heidegger, Gaston Bachelard und Otto Friedrich Bollnow und leitet daraus Implikationen für die Architekturvermittlung und die technische Bildung ab. Ziel sind Impulse zur Diskussion über das fachliche Selbstverständnis in der Technikdidaktik – insbesondere hinsichtlich Wahrnehmung, kulturelle Deutung und partizipative Gestaltung.
Ein Kernmerkmal von Technik ist ihre Variantenvielfalt. Sie ist Ausdruck der Offenheit, in der Produkte entwickelt werden. Hier wird ein Gebrauchsgegenstand analysiert, der aus vier Bauteilen besteht und trotzdem viel Raum für technische Gestaltung bietet. Gleichzeitig soll daran ein Weiterdenken an den Unterrichtsverfahren des Technikunterrichts angeregt werden.
Der „beseelte Roboter“ ist eine Personalisierungsidee in Science-Fiction. Doch scheint bereits heute die Utopie durch die Realität eingeholt zu werden, wenn eine Maschine, genauer ein digitales Programm/eine Software/ein Algorithmus als „Künstliche Intelligenz“ (KI resp. AI – Artificial Intelligence) ausgezeichnet wird. Seit der Öffnung von ChatGPT, einem Large Language Model (LLM), durch OpenAI Ende November 2022 für die internetangebundene Öffentlichkeit überschlagen sich die Nachrichten über die ungeahnten Möglichkeiten, aber auch Gefahren von KI.
Die Entwicklung von Selbstständigkeit zählt zu den zentralen pädagogischen Anliegen schulischer Bildung. Hüttner1) formuliert: „Problemlösendes Lernen ist für die Entwicklung kreativen Denkens und Handelns notwendig.“ In meiner Unterrichtspraxis erlebe ich jedoch, dass sich selbstständiges Handeln nicht von selbst einstellt.