Gartenbahnen 4/2021
13,90 CHF
Produktinformationen "Gartenbahnen 4/2021"
In der Ausgabe GARTENBAHNEN 04/2021 erwarten Sie technische Porträts, ein Jahresrückblick voller Inspiration und praktische Beiträge für den Modellbahnbau. Perfekt für alle, die Lokomotivgeschichte, Wagenbau und authentische Modellbahnwelt schätzen.
Highlights der Ausgabe
Porträt & Rückblick:
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Die 2´C1´-Liliputlokomotive von Roland Martens
Wolfgang Wiegand porträtiert eine kleine Dampflok mit großer Wirkung. -
Das war das Gartenbahn-Jahr 2021
Siegfried Baum blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr im Modellbahnbereich.
Praxis & Technik:
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Die V 80 – Eine Lok ohne Ecken und Kanten (Teil 2)
Wolfgang Rudolph über Design und Technik dieser besonderen Diesellok. -
Milchwagen – Für Fracht mit ganz kurzer Haltbarkeit
Siegfried Baum beschreibt ein spezielles Wagenmodell für empfindliche Ladung. -
Der Schneebesen
Rudolf Erteld mit einer besonderen Idee zur Ausstattung. -
„Bild der Verwüstung“ – Nachtrag zum Beitrag St 47 K
Siegfried Baum ergänzt eine vorherige Dokumentation mit neuen Details.
Leserservice:
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Leser helfen Lesern
Tipps und Erfahrungen aus der Modellbahngemeinschaft.
| Produkttyp: | Zeitschrift |
|---|
Seitenzahl: 52 Seiten
Erscheinungstermin: 19.11.2021
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Wer schon einmal mit einem Schneeschieber eine größere Fläche geräumt hat, der weiß um das Gewicht des Pappschnees, der obendrein auch noch an der Schaufel kleben bleibt. Eine Eisenbahnstrecke mit 70 cm breitem Lichtraumprofil mit einem Schneepflug freizuschieben, ist ein Ding der Unmöglichkeit, auch wenn es auf schön gestellten Bildern gut aussieht.
Als ich im „Corona-Jahr“ daranging, einen bayerischen Milchwagen als 5-Zoll-Modell zu bauen, war ich noch längst nicht „dahintergekommen“, was die an den Wagen angebrachte „Verfügung“ Nur für den Versand von frischer Milch nach Münchner Bahnhöfen eigentlich zu bedeuten hatte! Es bedurfte einiger Recherchen, bis klar war, dass die weißlackierten Wagen trotz der kritischen Fracht keine Kühlwagen, sondern im Grund genommen nur eine besondere Art von Stückgutwagen waren, in welchen auf relativ kurzen Strecken Frischmilch in Kannen nach München transportiert wurde.
Die Führerstände Das Führerhaus wird nach vorne und hinten durch Querwände begrenzt. In ihnen befinden sich die Türen zu den Vorbauten (Bild 31). Im Inneren des Führerhauses gelangte man über zwei Stufen zu den Führerständen (Bild 32). Für jede Fahrtrichtung war ein eigenes Fahrpult vorhanden. Die Sitzflächen ließen sich herunterklappen, damit der Triebfahrzeugführer beim Rangieren näher an das Seitenfenster herantreten konnte. Die Rückenlehnen konnten umgeklappt werden und dienten als Schreibunterlage. Am Treppengeländer war der Feuerlöscher installiert. Links am Fahrpult fand der Aschenbecher seinen Platz. An der einen Wand befand sich die Schalttafel, die andere trug das Handbremsrad (Bild 33).
Das Manuskript zum Jahresbericht des an „echten“ Gartenbahn-Ereignissen „armen“ Jahres 2020 war bei der Redaktion längst durch das Layout, als der Nationalfeiertag am 3. Oktober mehr als nur einen „freien Samstag“ verhieß. Tag der Wiedervereinigung nach 30 Jahren! Das Motto der Feiern in Potsdam: Wir – miteinander. Gilt das auch für den Bereich „Gartenbahn“?Die Dresdner Modellbautage Mitte Februar wurden, zumindest was 5 Zoll anbelangt, nahezu ausschließlich von Modellbauern bedient, die ihren Wohnsitz nicht in den „neuen Ländern“ haben. Als Dietmar Carsten noch 1990 zu einem Treffen auf die Insel Rügen einlud, zeigten, wie auch beim Treffen 1995 in Malchow, nahezu ausschließlich Modellbauer „aus dem Westen“ ihre Schätze. Anders bei den „kleinen Spurweiten“! Da zeigten und zeigen die Aktiven z. T. ganz „klasse“ gemachte Arbeiten (siehe GB-Heft 4/2020 N-Anlage in FN 2019)! Ja, da und dort scheinen sich auch schon zu DDR-Zeiten Modellbauer an Maßstäbe ähnlich LGB getraut zu haben.
Anlässlich der Fertigstellung meiner Modell-Dampflokomotive Tazzelwurm, welche inzwischen komplett fertiggestellt ist, möchte ich ein paar Informationen über das Vorbild folgen lassen. Die Vorbildlok Tazzelwurm wird als Liliputlokomotive bezeichnet und ist eine Sonderbauart des Lokomotivbaues. Sie wurde in den 1920er-Jahren für Ausstellungsbahnen als robuste, leistungsfähige und alltagstaugliche Arbeitsmaschine für die Spurweite 381 mm (15 Zoll) im Maßstab 1:3 entworfen. Dennoch konnte sie als detaillierte Modell-Lokomotive angesehen werden, obwohl sie keinem konkreten Vorbild entsprach. Nur die Achsfolge 2´C1´ assoziiert eine Pacific-Loktype, also eine Schnellzugdampflok im landläufigen Sinn. Der Führer sitzt im Tender und kann die Armaturen der Lok von dort aus genau wie beim Vorbild bedienen. Die Originallokomotive Tazzelwurm steht immer noch auf dem Stuttgarter Killesberg unter Dampf. Mein Tazzelwurm ist demzufolge ein Modell von einem Modell – also ein Modell hoch zwei …
In GARTENBAHNEN Ausgabe 3/2021 hatte es nur noch zu einem ganz kurzen Hinweis auf einen Kesselzerknall der 03 1046 vor dem in Wünsdorf*) einfahrenden „Balt-Orient-Express“ vom 30. September 1958 gereicht, der zweifelsfrei der ungenügenden Stabilität des untauglichen Kesselblechs St 47 K zugeordnet werden musste. Dank guter Kontakte zu einem früheren Kesselfachmann der DB erhielt ich Kenntnis vom Kommissionsbericht, dem ein paar Fotos aus dem riesigen Fundus der Eisenbahnstiftung beigefügt waren, die – mit einem Wort – „ein Bild der Verwüstung“ zeigen!